Pete


Pete, ein Jacky Mischling, war zu Beginn des Trainings bei Silvia 10 Monate alt. Das war Anfang März 2011, jetzt ist es ein halbes Jahr später.

Aber von Anfang an: Bis zum Training bei Silvia ging ich 1x im Monat in eine Spielgruppe mit ihm. Die anderen Hunde bissen sich, Pete war aufgedreht und stürmisch. Er kam oft zu mir und schnappte alle Hunde weg. Man empfahl mir, ihn zu schützen was mir nicht gelang, weil die anderen Hunde auch kein Ende kannten. Mir wurde klar, Pete ging es nicht gut, er hörte auf nichts mehr. Beim Spazieren Gehen fing er an nach mir zu schnappen ich hatte blaue Flecken. Er wurde immer auffälliger. Er zog an der Leine, interessierte sich überhaupt nicht für mich, lief mir den ganzen Tag hinterher, er bellte wenn es klingelte, sprang und bellte alles und jeden an, biss den Hund des Nachbarn, lief vom Haus weg auf die Strasse, war nicht abrufbar und zerstörte die Wohnung.

Dann habe ich im Internet die Seite der Hundehalterberatung gefunden, ich brauchte professionelle Hilfe. Der erste Termin fand in Form von Einzeltraining statt. Wir unterhielten uns, gingen spazieren und machten Übungen. Mir wurde einiges klar. Schon am ersten Tag veränderte sich sein Verhalten beim Klingeln zum positiven. Er ging recht schnell gut an der Leine. Ich war erstaunt genau wie der Rest der Familie. Es kam die erste Gruppenstunde. Es war ein Helfer dabei, der mich aus der Gruppe nahm und arbeitete in einigem Abstand mit mir alleine, Pete drehte in der Gruppe völlig ab. Nach zwei Wiederholungen in der Form wurde es Stück für Stück besser.

Das Problem war, mein Partner und die Familie hielten sich wieder an nichts und Pete fiel in den Anfangsstatus zurück. Ich verzweifelte fast, Silvia machte mir Mut und redete mit allen. Das Rudelführseminar kurz danach hat mir und meinem Partner die Augen geöffnet, ich habe noch mehr umgedacht, und dann ging es mit riesigen Schritten nach vorne. Es lief wieder besser. Der große Durchbruch kam aber auf dem Longierseminar. Er konnte zum 1. Mal ruhig liegen bleiben obwohl die anderen Hunde an ihm am Kreis vorbei liefen. Alle konnten es sehen und waren erstaunt, es hatte KLICK gemacht bei uns. Seit dem arbeitet er mit mir zusammen, geht gut an der Leine, bleibt auch an der lockeren Schleppleine ohne Schnüffeln in meiner Nähe, Zuhause ruhiger und entspannter, wenn ihn jemand anspricht bleibt er bei mir, springt niemand mehr an, wenn ich ihn rufe kommt er zu mir (früher ist er höchstens an mir vorbei gelaufen), geht an Hunden neutral vorbei. Mein großes Ziel, ihn bei einem Ausritt mitzunehmen, rückt in greifbare Nähe. Im Moment macht er bei der Mobility Gruppe große Fortschritte und auch die Gruppenstunden machen uns allen riesigen Spass.

Silvias Spruch ist immer „geht nicht gibt es nicht“. Ich habe es live erlebt und es funktioniert, wenn man es wirklich will. Pete und uns geht es heute viel viel besser und wir sind auf einem guten Weg. Wir haben wieder Spass zusammen und wir haben auch viel für uns gelernt, nicht nur auf den Hund bezogen.

Liebe Grüsse,
vielleicht treffen wir uns ja mal im Training.