Mizio


Hallöchen ihr Lieben Leser

Ich bin Mizio, ein belgischer Schäferhund mit 2 netten und lieben Partnern. Silvia, die ich vor 2 Monaten kennen lernte, fragte meine beiden (Leinenhalter), ob Sie ihre Eindrücke über die Veränderungen seit Trainingsbeginn mal aufschreiben würden. Also haben wir uns alle drei zusammen gesetzt und einfach mal los gelegt:

Als ich meine beiden Leinenhalter kennen lernte, hatten sie ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche was sie mit mir vorhatten. Klar die beiden liebten mich und knuddelten mich, steckten mich in die Schule (ich glaube es heißt unter Menschen Welpenschule), aber auch da, verstand mich keiner. Sie setzten mich in ein Rudel in dem es keinerlei Führung gab, es war einfach eine wilde Horde. Ich musste mich zu meinem Schutz durchsetzen und keiner half mir. Ich bekam dauernd Leckerchen obwohl das Leben ein einziges Chaos für mich war, ich verstand nichts mehr. Unsere Missverständnisse gingen soweit, daß ich mich selbst gegen die Beiden durchsetzte und andauernd nach ihnen schnappte und biss. Blaue Flecken, Löcher in den Wänden, immer in fahrende Autos reinspringen, musste jeden Stock haben. Eines Tages packte ich mir einen Hund und verletzte ihn. Kurz gesagt, ich kontrollierte die Beiden den ganzen Tag und verfolgte sie, aber trotzdem verstand mich keiner. Es ist ja nicht so, als hätten Sie nicht alles versucht. Sie wollten ja, aber mir ging es nicht besser. Wir gingen dann in andere Hundeschulen, aber da merkten wir schnell, daß wir drei dort falsch sind. Auch dort verstand mich niemand und mir blieb keine andere Wahl als immer heftigere Signale auszusenden. Eine Trainerin habe ich sogar gebissen.

Dann hatte mein Doc (Dr. Meyer aus Odenkirchen) die gute Idee Silvia anzurufen, ich dachte um Gottes Willen schon wieder so eine. Dann ist es passiert, der erlösende Moment es kam eine Frau … und verstand mich. Ich konnte es kaum glauben, und das alles ohne Gewalt. Nur mit Ruhe, genau das was ich ja immer wollte. Ruhe, Gelassenheit und Führung. Sie sprach mit meinen Leinenhaltern eine sehr lange Zeit. Irgendwie schien es mir, als würden die beiden mich plötzlich aus anderem Licht sehen. Sie verhielten sich schnell anders. Nach langer Zeit standen alle drei auf und gingen mit mir raus. Ich wusste Silvia hat Führungsqualitäten also konnte ich mich ihr ruhig anvertrauen. Ich beruhigte mich und ging an lockerer Leine hinter Silvia, das war für mich neu, bisher konnte ich noch nie so gelassen sein, ich musste ja immer aufpassen und alles regeln. Ich musste nicht mehr so wie früher an der Leine ziehen, andere Hunde verbellen, Fahrradfahrer anprollen, ich kann endlich gut schlafen. Um es kurz zu machen meine Leinenhalter wurden Stück für Stück zu Leinenführern und versuchten mich zu verstehen, mit mir zu kommunizieren und alles ging seinen Weg. Ich dachte ich träume, wir sind echte Freunde geworden.

Und noch etwas Schönes ist passiert: Silvia sehe ich jetzt sehr oft und wir drei arbeiten zusammen. Auch wenn meine Beiden noch nicht immer so das Vertrauen zu mir haben, (kann ich ja auch verstehen es ist viel passiert), macht Silvia den Beiden in den Gruppenstunden immer wieder Mut und steht hilfreich zur Seite.

Zum Beispiel brauche ich auch beim Longieren mit den anderen Hunden keine Probleme zu mehr zu haben, sondern kann ruhig und zufrieden mitarbeiten. Wenn du auch zu uns kommst, können auch deine Herrchen lernen, wie sie mit uns Hunden umgehen sollten. Damit ihr und eure Futterspender sich wohl fühlen können.

Liebe Grüsse Mizio