Lucy und Bones


Lucy ist eine Border-Bernersennen Mischlings – Hündin und wird jetzt 4 Jahre alt. Wir kennen Silvia schon lange. (Noch bevor sie Trainerin wurde). Silvia und auch Thomas fuhren mit, als wir uns Lucy mit ca. 12 Wochen ansahen. Nur ansehen war natürlich nicht, wir nahmen sie gleich mit.

Lucys erster Hundekontakt mit uns zusammen war Aramis und es war Liebe auf den ersten Blick. Und das ist bis heute so geblieben. Lucy war sehr lieb und sehr „anhänglich“. Nur im freien Feld war alles andere interessanter als Frauchen. Dass Lucy zu Hause alles kontrollierte, hat Silvia uns dann schnell erklärt und gezeigt wie wir das unterbinden. Lucy entspannte sich mehr und mehr und ich konnte z.B. auch wieder alleine den Raum verlassen.

Draußen hatte ich so meine Probleme mit der Umsetzung. Lucy war ja auch immer so ängstlich, so meine Argumente damals. Mülltonnen oder Fahrräder an der falschen Stelle lösten bei ihr ein gehemmtes Verhalten aus. Silvia erklärte uns immer, sie braucht Führung. Ich definierte es als Angst und hatte Mitleid. An der Leine ließen wir immer Kontakte zu anderen Hunden zu, Silvia predigte und predigte. Heute wissen wir, wohin das führte und warum genau. Lucy wollte zu jedem Hund den sie sah und ohne Leine lief sie eben einfach hin, auch wenn der Hund noch so weit weg war. Was Unterordnung und Tricks angeht, war Lucy mit einem halben Jahr perfekt, darauf legten wir immer viel Wert. Aber dann kam die Pubertät und die Festplatte wurde komplett gelöscht. Jeden Tag eine neue Überraschung. Ohren sind nur noch dazu da um im Wind zu flattern. Manchmal war ich richtig sauer. Silvia meinte, es sähe so aus als ob ich Lucy nicht mehr lieb hätte, schließlich hatten wir viel mit ihr gemacht. Ich denke es stimmt sogar. Lucy hat in der Zeit auch schon mal einen Tag bei Silvia und Thomas verbracht, dann lief es viel besser für eine Weile. Nach ihrer ersten Hitze wurde es besser. Die Phase der Scheinschwangerschaft wurde dann noch mal schlimm, weil ihre Unsicherheit (wir definierten es noch als große Angst) in doppelter Verstärkung auftrat.
Lucys Verhalten im Freien blieb, sie bummelte oder lief weg. Vor ca. 1,5 Jahren ist dann aber bei mir der Knoten geplatzt und ich hab endlich Silvias Ratschläge befolgt und siehe da. Der Hund kann auch glücklich in meiner Nähe laufen und muss nicht auf Hunde zustürmen, die Entscheidung treffe ich, das gibt ihr die nötige Sicherheit. Hasen sind nicht mehr unser Problem ;-)))

Seid Silvia ihre Mobility Gruppen macht, sind wir aktiv mit dabei und es macht uns riesigen Spaß. (Silvia lässt sich immer tolle Sachen einfallen). Auch das Longierseminar, sowie das Seminar über Rudelführung im letzten Jahr waren toll.

Man lernt schließlich nie aus. Nachdem Lucy jetzt nahezu rund läuft, haben wir uns gedacht, der zweite Hund kann kommen. Und dann kam Bones, ein Berner Sennen Rüde, in unser Haus. Silvia machte den Welpentest mit 6 Wochen im Wurf und informierte uns genau über die Veranlagung von Bones und wie wir damit umgehen sollten. Beim zweiten Hund machen wir unter Silvias Anleitung vieles anders und das von Anfang an. Bones erstes Verhalten in Silvias Welpengruppe war recht auffällig. Sie regelte das sofort und seit dem sind die Regeln völlig klar für ihn, und das nachhaltig ;-))) Lucy hatte recht große Schwierigkeiten mit so einem selbstsicheren Hund im Haus umzugehen, aber auch da konnte Silvia mit einfachen Maßnahmen Ruhe in unser Rudel bringen.

Ich kann nur jedem raten, Führung von Anfang an zu übernehmen (Auch wenn es manchmal schwer fällt). Silvia weiß wie es geht und steht einem mit Rat und Tat immer zur Seite. Schließlich brauchen Hunde Führung, das ist also völlig artgerecht.

DANKE Silvia und Thomas !!!!!!!