Lilly


Lilly ist ein 1,5 Jahre alter Jacky Mix aus dem Tierschutz. Sie kam zu mir, als sie 5 Monate alt war. Ich stellte schnell fest wie ängstlich sie war. Sie kannte keine Leine, sie zog in alle Richtungen. Sie hatte Angst vor allen Alltagsgeräuschen. Auch wenn ich Besuch bekam flüchtete sie nur, extrem bei Kindern und Männern. Ich ging dem also aus dem Weg weil ich nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte. Während dieser Zeit nahm ich Kontakt zu einer Hundeschule auf. Ich merkte jedoch nach einigen Stunden, dass sich ihr Verhalten nicht besserte wenn man versuchte ihre Ängste mit Leckerchen zu ändern, ganz im Gegenteil. Ich habe im Internet nach Lösungen gesucht, ohne Erfolg. Dann traf ich beim Spazieren gehen eine Frau mit ihrem belgischen Schäferhund. Wir unterhielten uns eine Weile und sie empfahl mir mit Silvia Kontakt aufzunehmen, sie könne mir wirklich helfen sagte sie. Ich sah mir die Internetseite an und brauchte eine Weile um mir darüber klar zu werden, ob ich auch an mir arbeiten will. Denn das wurde mir schnell klar beim Lesen, es geht immer um den Halter. Nach einer Weile machte ich einen Termin. Silvia kam mit ihrer Helferin Claudia und Lilly flüchtete bellend und knurrend hinter das Sofa. Wir unterhielten uns lange und die Beiden schauten sich Lillys Verhalten Zuhause und in der Stadt an. Dann machten wir einige Übungen mit intensiven Erklärungen für mich. Wir wiederholten dann alles auch draußen und siehe da, es ging. Nach konsequenter Einhaltung von mir ist alles sofort viel besser geworden. Heute bellt und knurrt sie nicht mehr, flüchtet nicht, lässt sich meist sogar anfassen auch von Männern und Kindern. Ich kann sie oft mitnehmen. Ich nahm an einigen Gruppenstunden im Wald und auf Feldwegen teil (die uns sehr viel Spaß gemacht haben), hier war Lilly völlig unauffällig, auch in für sie fremden Umgebungen.

Alleine mit ihr war sie aber in Gebieten, die neu für sie sind oder in der Stadt noch instabil an der Leine, sonst ging sie nach dem ersten Treffen endlich gut an der Leine. Wir machten also vor einigen Tagen ein 2. Einzeltraining in der Stadt und Silvia erklärte mir was ich wann und warum machen soll und siehe da, sie kam sogar mitten in einem St. Martins Zug klar. Kein Ziehen, keine eingeklemmte Route mehr. Vorher völlig undenkbar. Ich weiß jetzt noch besser wie ich damit umgehen muss und werde das weiter üben.

Wir bleiben in Kontakt und werde Seminare bei Silvia besuchen. Durch die sehr intensive Betreuung entwickelt sich alles Stück für Stück. Wir sind wirklich auf einem guten Weg